Von September bis Oktober 2026 widmen wir uns in fünf kostenlosen Webinaren den drängenden Fragen rund um Hilfsmittel, Medizinprodukte und ihre digitale Zukunft.
In zehn kompakten Vorträgen beleuchten unsere Expertinnen und Experten Themen von EUDAMED und Biokompatibilität über digitale Therapien bei Gonarthrose bis hin zur Datensicherheit medizinischer Wearables.
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Termine:
Uhrzeit:
- Jeweils dienstags,
13:00 – 13:45 Uhr
Alle Webinare der Reihe auf einen Blick
15.09.2026 | 13:00 - 13:45 Uhr
Wie werden neutrale Qualitäts- und Leistungsanforderungen nachgewiesen? Der Weg in das deutsche GKV-System ist für Hersteller und Start-ups attraktiv, zugleich aber komplex: CE-Kennzeichnung, medizinischer Nutzen, Qualitätsanforderungen, Hilfsmittelverzeichnis, Versorgungsverträge sowie die Abgrenzung zu DiGA und DiPA müssen frühzeitig strategisch zusammengedacht werden. In der gemeinsamen Präsentation geben der GKV-Spitzenverband und Fraunhofer ITEM einen praxisnahen Überblick darüber, welche Anforderungen für eine Erstattungsstrategie entscheidend sind und welche Nachweise Hersteller rechtzeitig vorbereiten sollten. Der GKV-Spitzenverband erläutert die systemischen, rechtlichen und verfahrensbezogenen Anforderungen an Qualität, Funktionstauglichkeit, Sicherheit und medizinischen Nutzen. Fraunhofer ITEM ergänzt die Perspektive der Hersteller und zeigt auf, wie Produkte, Evidenz, Dokumentation und Antragsstrategie strukturiert auf den Zugang zum GKV-System ausgerichtet werden können.
Referentinnen:
- Patricia A. Mattis
Business Development Manager, Fraunhofer ITEM - Maria Wachsmann
Leiterin des Referats Hilfsmittel, GKV-Spitzenverband
1b. Digitale sensorgesteuerte Therapie bei Gonarthrose
Die Gonarthrose zählt zu den häufigsten degenerativen Gelenkerkrankungen. Internationale Leitlinien empfehlen Sport- und Bewegungstherapie als zentrale konservative Behandlungsmaßnahme. Dennoch besteht nach wie vor eine deutliche Versorgungslücke zwischen den wissenschaftlichen Empfehlungen und ihrer Umsetzung im Versorgungsalltag. Digitale Gesundheitsanwendungen können einen wichtigen Beitrag leisten, diese Lücke zu schließen.
Im Vortrag wird das Potential von Gesundheits-Apps wie z.B. re.flex vorgestellt. Anhand aktueller wissenschaftlicher Studien werden ihre Entwicklung, Validierung und Wirksamkeit bei Patientinnen und Patienten mit Gonarthrose erläutert. Darüber hinaus werden praktische Einsatzmöglichkeiten, Chancen und Grenzen digitaler Bewegungstherapie sowie deren Bedeutung für die zukünftige Versorgung diskutiert.
Der Vortrag richtet sich an alle Interessierten, die sich über evidenzbasierte digitale Therapieansätze bei Arthrose informieren möchten.
Referent:
- Dr. Timo Schmeltzpfenning
Prokurist und Leiter Forschung & Entwicklung, Sporlastic GmbH
22.09.2026 | 13:00 - 13:45 Uhr
Wie gelangen Hörhilfen in das Hilfsmittelverzeichnis? Der Vortrag beleuchtet die regulatorischen und technischen Anforderungen, die Prüfverfahren sowie die digitale Einreichung von Prüfberichten und Produktdaten beim GKV-Spitzenverband.
Referent:
- PD Dr. Hendrik Husstedt
Managing Director in Hearing Technology, DHI GmbH
2b. Digitale Körpermaßdaten für innovative Medizinprodukte
Referenten:
- Ferdinand Horn
Co-Founder & CPO, habric GmbH - Angela Mahr-Erhardt
R&D Apparel Fit Solutions, Hohenstein
29.09.2026 | 13:00 - 13:45 Uhr
Wie sieht die Gesundheitsversorgung im Jahr 2035 aus? Im Webinar „Vision MedTech digital 2035: Was braucht es dafür?“ erhalten Sie Einblicke in die BVMed-Vision und erfahren, welche Rolle datenbasierte Medizintechnik, Telemonitoring und digitale Innovationen für eine effizientere, patientenzentrierte Versorgung spielen.
Referentin:
- Natalie Gladkov
Leiterin Referat Digitale Medizinprodukte, Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed)
3b. Tradition trifft Innovation: Unser Weg mit DiGA bei medi
Wie schafft ein oberfränkischer Hersteller medizinischer Hilfsmittel den Sprung in die digitale Welt? Bei medi erforderte der Einstieg in den Kosmos der digitalen Gesundheitsanwendungen nicht nur die Entwicklung digitaler Produkte, sondern vor allem neues Denken und Wissensaufbau – im Haus, im Markt und bei unseren Zielgruppen. Aufklärung ist und bleibt der Schlüssel, um Skepsis in Interesse und echte Anwendungsfälle zu verwandeln.
Referentin:
- Barbara Sell
Senior Manager Digital Products, medi GmbH & Co. KG
20.10.2026 | 13:00 - 13:45 Uhr
EUDAMED ist seit Mai 2026 Pflicht — doch der eigentliche digitale Umbruch bei Hilfsmitteln findet nicht in den Meldemasken statt, sondern in den Daten, die Ihre Produkte täglich erzeugen können. Am Beispiel Orthesen und Bandagen: Wo diese Daten heute verpuffen und auf welchen drei Ebenen KI konkret zu einer neuen Form der Wertschöpfung beitragen kann.
Referent:
- Peter Hartung
Director Consulting MedTech, SEQLY Consulting
4b. Schadstoff-Datenbanken & Biokompatibilität
Toxikologische Datenbanken sind ein wichtiges Hilfsmittel bei der biologischen Bewertung von Medizinprodukten. Der Vortrag gibt einen Einblick in dieses Thema und zeigt auf, welche Rolle solche Datenbanken in der Praxis spielen können, insbesondere im Rahmen der chemischen Charakterisierung und Risikobewertung.
Referenten:
- Dr. Yannic Fritz
Team Leader GLP / FCM / Methodenentwicklung, Hohenstein - Dr. Isabel Groh
Senior Toxicologist & Biocompatibility Expert, Hohenstein
27.10.2026 | 13:00 - 13:45 Uhr
Referent:
- Fabius Schlicher
Policy Officer for National and International Affairs, Bundesverband der Hörsysteme-Industrie e.V. (BVHI)
5b. Datensicherheit in der Entwicklung medizinischer Wearables
Dieser Vortrag beleuchtet die Entwicklung eines ersten digitalen Medizinprodukts aus Sicht eines Herstellers. Neben den regulatorischen Anforderungen der DSGVO und der MDR werden typische Sicherheitslücken, geeignete Schutzmaßnahmen sowie deren praktische Umsetzung vorgestellt. Anhand eines Praxisbeispiels wird gezeigt, wie selbst einfache technische Lösungen Risiken bergen können und warum Datensicherheit in der Medizintechnik von entscheidender Bedeutung ist.
Referentin:
- Joana Schiller
Smart Medical Development Manager, KOB GmbH
